Gas-Pipeline - Titelbild
Maksym Yemelyanov

Alle Möglichkeiten der Einsparung ausschöpfenGasnotfallplan: Handwerk sichert Versorgung der Bevölkerung

Die Alarmstufe des Gasnotfallplans der Bundesregierung ist ausgerufen. Zwar ist momentan die Versorgung noch gewährleistet, doch die Perspektiven für den Winter sind schlecht. Das Handwerk muss bei einem eintretenden Notfall aufgrund seiner Bedeutung für die Versorgung der Bevölkerung in jedem Fall ausreichend versorgt werden.

Deshalb müssen alle Maßnahmen ergriffen werden, damit der Notfall des Gasmangels nicht eintritt.

Das bedeutet Einsparungen auf breiter Front, zu denen jeder beitragen kann und muss: „Dieser Akt der Solidarität ist jetzt unverzichtbar. In allen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft muss jetzt intensiv geprüft werden, wo Sparpotenziale zu nutzen sind“, sagt Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben (HWK).

Das Handwerk kann seinen Kunden sofort wirkende technische Lösungen anbieten, um den Gasverbrauch deutlich zu drosseln. So könnte mit einer Optimierung des Heizungssystems im Bestand häufig bis zu 10% des Verbrauchs kurzfristig eingespart werden. „Diese Potenziale müssen sofort genutzt werden. Wir dürfen nicht bis zum Winter warten,“ fordert Wagner.

Dies alleine wird nicht ausreichen, so dass zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind, wie zum Beispiel:

  • Weitgehender Ersatz der Stromerzeugung aus Gas durch Wiederaufnahme der Steinkohleverstromung
  • Schnellstmöglicher Aufbau der geplanten Floating LNG-Terminals
  • Schnellstmöglicher Ausbau der Erneuerbaren Energien mit Sektorkopplung von Strom und Wärme, um mittelfristig die Nachfrage nach Gas zu reduzieren
  • Maximale Effizienz bei der Nutzung des verfügbaren Erdgases