Konjunkturumfrage im schwäbischen Handwerk - 1. Quartal 2026
Dämpfer für die Handwerkskonjunktur in Schwaben
Quartalstrend
Der Start in das erste Quartal 2026 ist für das schwäbische Handwerk nur mäßig gut gelaufen. Die Zufriedenheit mit der Geschäftslage ist zurückgegangen. In der aktuellen Konjunkturumfrage geben noch 77 % der befragten Handwerksunternehmen an, ihre Lage sei gut oder befriedigend. Rund zwei Drittel der befragten Betriebe berichten von einem Anstieg bei den Einkaufspreisen. 16 % der Unternehmen erwarten, dass sich ihre Lage in den kommenden Monaten verschlechtert.
Der Geschäftsklimaindex bildet sowohl die aktuelle Lageeinschätzung als auch die Zukunftserwartungen der befragten Unternehmen ab. Im aktuellen Berichtsquartal liegt der Index bei 81 Punkten, das ist 1 Zähler mehr als noch im Vorquartal. Im Vorjahr lag der Index bei 84 Punkten.
Geringere Zufriedenheit
Quer über alle Branchen bewerten 77 % der befragten Betriebe ihre wirtschaftliche Lage mit gut oder befriedigend. Im Vergleich zum Vorquartal sind das 6 Prozentpunkte weniger. Gegenüber dem Vorjahresquartal haben sich die Einschätzungen ebenfalls verschlechtert.
Gedrückte Stimmung bei gewerblichen Zulieferern und im Bauhauptgewerbe
Lediglich 70 % der Handwerke für den gewerblichen Bedarf sind mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Ebenso viele sind es im Bauhauptgewerbe, gemeinsam bilden sie das Schlusslicht im Branchenvergleich. Auch im Kfz-Gewerbe mit einem Anteil von 73 % zufriedener Betriebe ist die Lage angespannt.
Vergleichsweise positiv wird die eigene wirtschaftliche Situation im Ausbaugewerbe und bei den konsumnahen Gewerken wie Bäckern, Optikern oder Friseuren eingeschätzt. Der Anteil der zufriedenen Betriebe liegt zwischen und 81 % und 83 %.
Zu wenig Aufträge
Das Ausbleiben neuer Aufträge und die fehlende Nachfrage lastet weiterhin auf den Unternehmen. Quer über alle Branchen beklagen 31 % ein Minus. Über ein Auftragsplus berichten immerhin 16 %. Das sind 3 Prozentpunkte mehr als im Vorquartal.
Die Reichweite der Auftragsbestände liegt aktuell bei 8,5 Wochen. Das ist eine halbe Woche mehr als im Vorquartal. Der Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal mit 9,0 Wochen zeigt aber, dass die Auftragsbücher durch die bereits länger währende wirtschaftliche Schwächephase nicht mehr ganz so dick gefüllt sind.
Ausblick zwischen Zuversicht und Skepsis
Trotz schwieriger Umstände blicken 17 % der Unternehmen mit Optimismus auf das kommende Quartal. Fast ebenso viele, nämlich 16 %, erwarten im Gegensatz dazu eine Verschlechterung ihrer Lage.
Die schwache Auftragsdynamik wird einen Teil der Firmen weiter belasten. 17 % rechnen mit einem Minus bei den Auftragseingängen. Gleichzeitig rechnen 20 % mit einem Plus. Sorge bereitet den Unternehmen die Preisentwicklung. 67 % rechnen mit steigenden Preisen im Einkauf. Nur rund 40 % gehen davon aus, die Erhöhungen im Verkauf weiterreichen zu können.
Downloads
- Medieninformation Konjunkturumfrage 1/2026
- Konjunkturumfrage 4/2025
- Konjunkturumfrage 3/2025
- Konjunkturumfrage 2/2025
- Konjunkturumfrage 1/2025